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Impulse für ein neues Wirtschaftsverständnis

Unsere Gesellschaft befindet sich inmitten eines tiefgreifenden Transformationsprozesses. Im Zentrum: die Wirtschaft und die Suche nach Wegen zur Nachhaltigkeit. Die nächsten Jahre werden entscheiden, ob dieser Wandel by disaster passiert oder uns by design gelingt.

Die Debattenreihe #econ4future widmet sich den damit verbundenen ökonomischen Herausforderungen und diskutiert mögliche Lösungsansätze. Die Beiträge analysieren Engführungen in den Wirtschaftswissenschaften und Leerstellen der aktuellen Wirtschaftspolitik. Zugleich werden Orientierungspunkte für ein zukunftsfähiges Wirtschaften aufgezeigt und Impulse für eine plurale Ökonomik diskutiert, in der sich angemessen mit sozial-ökologischen Notwendigkeiten auseinandergesetzt wird.

Die Kooperation mit dem Online-Magazin für Wirtschaftspolitik Makronom startete mit der ersten Ausgabe im September 2019. Seitdem erscheint jährlich eine neue Reihe mit wechselnden Themenschwerpunkten. Mit der Zweitveröffentlichung auf Exploring Economics wird ein dauerhaft kostenfreier Lesezugriff ermöglicht. Seit 2024 kooperieren wir außerdem mit unseren Kolleg:innen von Economists for Future International, die ausgewählte Beiträge der Reihe in englischer Übersetzung auf ihrem E4F-Blog veröffentlichen.

Redaktioneller Hinweis: Die Beiträge dieser Reihe spiegeln die Perspektiven der jeweiligen Autor:innen wider und entsprechen nicht notwendigerweise den Positionen von Economists for Future. Die Reihe versteht sich als plural-ökonomischer Debattenraum über zukunftsfähiges Wirtschaften.

Alle Debattenbeiträge

von Helen Sharp & Ulrich Petschow

Im Zuge der Transformation sind Bündnisse zwischen Umwelt-, Sozialverbänden und Gewerkschaften entstanden – die jedoch aufgrund von Polykrisen und gesellschaftlichem Backlash ins Wanken geraten. Für deren Wiederbelebung ist entscheidend, Klimaschutz stärker mit sozialer Sicherheit und öffentlicher Daseinsvorsorge zu verbinden.

von Mariana Mazzucato, Rainer Kattel, Bec Chau & Ruth Puttick

Zwischen steigenden Erwartungen, systemischen Krisen und wachsender staatlicher Gestaltungsmacht entsteht ein neues Verständnis öffentlicher Wertschöpfung. Der Public Sector Capabilities Index liefert ein Instrument, um die dafür notwendigen organisatorischen Fähigkeiten zu erfassen und zu stärken.

von Tanja von Egan-Krieger

Alternative Wirtschaftsweisen wollen die Wirtschaft stärker an Gemeinwohl, Bedürfnissen und demokratischer Teilhabe ausrichten. Märkte erzeugen jedoch systemische Wettbewerbszwänge, die solche normativen Ansprüche nur begrenzt zulassen.

von Milan Babic & Daniel Mertens

Deutschlands hastiger LNG-Schwenk droht in eine neue Abhängigkeit zu führen – diesmal von den USA. Dies zeigt: In einer geoökonomischen Welt ist Dekarbonisierung kein Ballast, sondern unabdingbar für strategische Autonomie.

von Tamara Premrov & Maximilian Mayerhofer

Die Austeritätspolitik ist zurück – und am Beispiel Österreichs zeigt sich, welche Folgen dies hat. Ökonomisch sinnvoller wäre eine Politik, die Beschäftigung und Wachstum fördert und stärker über vermögensbezogene Einnahmen konsolidiert.

von Martin Junkernheinrich

Deutschlands Kommunen geraten in eine strukturelle Finanzkrise, die weit über kurzfristige Defizite hinausgeht und zentrale Zukunftsaufgaben bedroht. Nötig ist eine gesamtstaatliche Krisenstrategie aus finanziellen Reformen, Bürokratieabbau und klarer politischer Verantwortung.

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