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Impulse für ein neues Wirtschaftsverständnis

Unsere Gesellschaft befindet sich inmitten eines tiefgreifenden Transformationsprozesses. Im Zentrum steht die Wirtschaft – und die Suche nach Wegen zur Nachhaltigkeit. Die nächsten Jahre werden entscheiden, inwiefern dieser Wandel by disaster geschieht oder uns by design gelingt.

Die Debattenreihe #econ4future widmet sich den damit verbundenen ökonomischen Herausforderungen und diskutiert mögliche Lösungsansätze. Die Beiträge analysieren Engführungen in den Wirtschaftswissenschaften und Leerstellen der aktuellen Wirtschaftspolitik. Zugleich werden Orientierungspunkte für ein zukunftsfähiges Wirtschaften aufgezeigt und Impulse für eine plurale Ökonomik diskutiert, in der sich angemessen mit sozial-ökologischen Notwendigkeiten auseinandergesetzt wird.

Die Kooperation mit dem Online-Magazin für Wirtschaftspolitik Makronom startete mit der ersten Ausgabe im September 2019. Seitdem erscheint jährlich eine neue Reihe mit wechselnden Themenschwerpunkten. Mit der Zweitveröffentlichung auf Exploring Economics wird ein dauerhaft kostenfreier Lesezugriff ermöglicht. Seit 2024 kooperieren wir außerdem mit unseren Kolleg:innen von Economists for Future International, die ausgewählte Beiträge der Reihe in englischer Übersetzung auf ihrem E4F-Blog veröffentlichen.

Neue Ausgabe ab 28. September 2026

In der aktuellen 8. Ausgabe steht die Frage im Fokus: Wie lässt sich Vertrauen in Zeiten ökonomischer Umbrüche bewahren oder neu begründen? Die Beiträge versammeln unterschiedliche Perspektiven und Ansätze, die ökologische und soziale Krisen zusammendenken und danach fragen, welche Institutionen, Beziehungen und Formen wirtschaftlicher Organisation Orientierung und Verlässlichkeit schaffen können. Damit möchten wir zur Diskussion einladen, wie gesellschaftliche Handlungsfähigkeit, demokratischer Zusammenhalt und die Planbarkeit des eigenen Lebens auch unter Bedingungen tiefgreifender ökonomischer Umbrüche und vielfältiger, miteinander verflochtener Problemlagen gestärkt werden können.

Alle Debattenbeiträge

von Silvia Weko

Die Energiewende ist als gesellschaftliches und ökologisches Projekt gedacht. Doch Tech-Giganten wie Google, Amazon und Microsoft sind auf dem Weg, durch die Kontrolle von Energiedaten und KI die ökonomischen Gewinne einzufahren.

von Marko Schmidt & Wolfgang Günther

Wo Menschen sich nicht beteiligt fühlen und Perspektiven fehlen, wachsen Frust und Vertrauensverlust. Demokratische Mitbestimmung – vor Ort und im Betrieb – wird damit zur zentralen Bedingung für eine sozial-ökologische Transformation.

von Franziska Dorn & Simone Maxand

Wer soziale und ökologische Ziele zusammenbringen will, braucht Daten und Methoden, die deren Wechselwirkungen sichtbar machen und sich ändernde Situationen differenziert abbilden.

von Martin Schürz

Überreiche begnügen sich nicht mit exzessiver Vermögensanhäufung, sondern wollen die Zukunft der Gesellschaft gestalten. Daher muss den Unsterblichkeitsprojekten der Überreichen ein besonderes Augenmerk geschenkt werden.

von Astrid Schaffert

Klimaschutzpolitik muss so gestaltet werden, dass sie nicht privilegiert, sondern ermöglicht – und besonders jene stärkt, die heute am meisten unter Armut, Energiekosten und fehlenden Alternativen leiden.

von Dennis Eversberg & Matthias Schmelzer

Der Widerstand gegen die grüne Transformation wird oft darauf zurückgeführt, dass die Folgen für sozial Schwächere nicht ausreichend berücksichtigt würden. Entscheidend für die momentane politische Trendwende ist aber die Besitzstandswahrung der Wohlstandsmitte.

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