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Debattenreihe | Edition 7

Wie lässt sich soziale Sicherheit im Spannungsfeld von Klimakrise und wirtschaftlicher Transformation neu denken?

Die aktuelle Ausgabe widmet sich der Frage, was es aus ökonomischer Perspektive braucht, um sozialer Spaltung sowie dem Erstarken autoritärer und nationalistischer Tendenzen entgegenzuwirken – und wie Wohlfahrtsstaat, Eigentumsverhältnisse, Versorgungssysteme und Institutionen so gestaltet werden können, dass demokratischer Zusammenhalt, ökologische Stabilität und ökonomische Resilienz gestärkt werden.

In Kooperation mit dem Online-Magazin für Wirtschaftspolitik Makronom. Der Erscheinungszeitraum erstreckte sich vom 10. November 2025 bis 09. März 2026.  

Die Zweitveröffentlichung auf Exploring Economics für einen dauerhaft kostenfreien Lesezugriff folgt noch.

    Auf der Suche nach neuen Allianzen

    von Helen Sharp & Ulrich Petschow

    Im Zuge der Transformation sind Bündnisse zwischen Umwelt-, Sozialverbänden und Gewerkschaften entstanden – die jedoch aufgrund von Polykrisen und gesellschaftlichem Backlash ins Wanken geraten. Für deren Wiederbelebung ist entscheidend, Klimaschutz stärker mit sozialer Sicherheit und öffentlicher Daseinsvorsorge zu verbinden. Weiterlesen…

    Wie staatliche Handlungsfähigkeit neu gedacht werden kann

    von Mariana Mazzucato, Rainer Kattel, Bec Chau & Ruth Puttick

    Zwischen steigenden Erwartungen, systemischen Krisen und wachsender staatlicher Gestaltungsmacht entsteht ein neues Verständnis öffentlicher Wertschöpfung. Der Public Sector Capabilities Index liefert ein Instrument, um die dafür notwendigen organisatorischen Fähigkeiten zu erfassen und zu stärken. Weiterlesen…

    Warum sich Märkte nicht „umpolen“ lassen

    von Tanja von Egan-Krieger 

    Alternative Wirtschaftsweisen wollen die Wirtschaft stärker an Gemeinwohl, Bedürfnissen und demokratischer Teilhabe ausrichten. Märkte erzeugen jedoch systemische Wettbewerbszwänge, die solche normativen Ansprüche nur begrenzt zulassen. Weiterlesen…

    Die Geoökonomie der Dekarbonisierung im deutschen Exportmodell

    von Milan Babic & Daniel Mertens

    Deutschlands hastiger LNG-Schwenk droht in eine neue Abhängigkeit zu führen – diesmal von den USA. Dies zeigt: In einer geoökonomischen Welt ist Dekarbonisierung kein Ballast, sondern unabdingbar für strategische Autonomie. Weiterlesen…

    Wie Sparpolitik die Ungleichheit verschärft

    von Tamara Premrov & Maximilian Mayerhofer

    Die Austeritätspolitik ist zurück – und am Beispiel Österreichs zeigt sich, welche Folgen dies hat. Ökonomisch sinnvoller wäre eine Politik, die Beschäftigung und Wachstum fördert und stärker über vermögensbezogene Einnahmen konsolidiert. Weiterlesen…

    (Wie) kann die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen wieder gestärkt werden?

    von Martin Junkernheinrich

    Deutschlands Kommunen geraten in eine strukturelle Finanzkrise, die weit über kurzfristige Defizite hinausgeht und zentrale Zukunftsaufgaben bedroht. Nötig ist eine gesamtstaatliche Krisenstrategie aus finanziellen Reformen, Bürokratieabbau und klarer politischer Verantwortung. Weiterlesen…

    Wenn der Finanzinvestor am Pflegebett sitzt

    von Jorim Gerrard und Uwe Zöllner

    Das Gesundheitswesen gerät zunehmend unter den Einfluss von Private Equity – mit gravierenden Folgen für Pflege, ärztliche Versorgung und Qualität. Weiterlesen…

    Die wahren Konfliktlinien der Rentenpolitik

    von Camille Logeay und Florian Blank

    Die Rentenfrage verführt dazu, Debatten mit der Linse „Jung und Alt“ zu deuten. Dabei liegen die zentralen Konflikte woanders. Weiterlesen…

    Vergesellschaftung als Transformationsstrategie

    von Rabea Berfelde

    Ob die sozial-ökologische Transformation gelingt, entscheidet sich auch an der Frage von Eigentum und Demokratie auf dem Wohnungsmarkt – der kein Markt wie jeder andere ist. Weiterlesen…

    Warum die Energiewende droht, neue Monopole zu schaffen

    von Silvia Weko

    Die Energiewende ist als gesellschaftliches und ökologisches Projekt gedacht. Doch Tech-Giganten wie Google, Amazon und Microsoft sind auf dem Weg, durch die Kontrolle von Energiedaten und KI die ökonomischen Gewinne einzufahren. Weiterlesen…

    Wie der Strukturwandel in der Lausitz die Demokratie unter Druck setzt

    von Marko Schmidt & Wolfgang Günther

    Wo Menschen sich nicht beteiligt fühlen und Perspektiven fehlen, wachsen Frust und Vertrauensverlust. Demokratische Mitbestimmung – vor Ort und im Betrieb – wird damit zur zentralen Bedingung für eine sozial-ökologische Transformation. Weiterlesen…

    Jenseits des Durchschnitts

    von Franziska Dorn & Simone Maxand

    Wer soziale und ökologische Ziele zusammenbringen will, braucht Daten und Methoden, die deren Wechselwirkungen sichtbar machen und sich ändernde Situationen differenziert abbilden. Weiterlesen…

    Die Habgier der Habenden

    von Martin Schürz

    Überreiche begnügen sich nicht mit exzessiver Vermögensanhäufung, sondern wollen die Zukunft der Gesellschaft gestalten. Daher muss den Unsterblichkeitsprojekten der Überreichen ein besonderes Augenmerk geschenkt werden. Weiterlesen…

    Klimasozialpolitik als Leitstern der Transformation

    von Astrid Schaffert

    Klimaschutzpolitik muss so gestaltet werden, dass sie nicht privilegiert, sondern ermöglicht – und besonders jene stärkt, die heute am meisten unter Armut, Energiekosten und fehlenden Alternativen leiden. Weiterlesen…

    Klima gekippt?

    von Dennis Eversberg & Matthias Schmelzer

    Der Widerstand gegen die grüne Transformation wird oft darauf zurückgeführt, dass die Folgen für sozial Schwächere nicht ausreichend berücksichtigt würden. Entscheidend für die momentane politische Trendwende ist aber die Besitzstandswahrung der Wohlstandsmitte. Weiterlesen…